Sachgrundlos befristetes Arbeitsverhältnis im Anschluss an ein Heimarbeitsverhältnis

Ein Arbeitsvertrag kann auch dann ohne sachlichen Grund auf zwei Jahre befristet werden, wenn zwischen den Parteien zuvor ein Heimarbeitsverhältnis bestanden hat.

Eine Arbeitnehmerin war für ihren Arbeitgeber vom 15. Juni 2009 bis 31. August 2010 als Heimarbeiterin tätig. Ab 1. September 2010 arbeitete sie in einem auf ein Jahr befristeten Arbeitsverhältnis beim gleichen Arbeitgeber. Durch Ergänzungsvertrag vom 12. Mai 2011 wurde das Arbeitsverhältnis weiter bis zum 31. August 2012 verlängert. Die Arbeitnehmerin meinte, die Befristung sei rechtswidrig.

Das Bundesarbeitsgericht sah die Befristung als wirksam an. Eine sachgrundlose Befristung ist zwar nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Ein Heimarbeitsverhältnis ist jedoch kein solches Arbeitsverhältnis.