Privates Veräußerungsgeschäft: Zeitpunkt der Berücksichtigung eines Veräußerungsverlusts bei Ratenzahlung

Bei Veräußerung eines dem Privatvermögen zuzuordnenden Grundstücks liegt ein steuerlich relevantes Veräußerungsgeschäft vor, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung des Grundstücks und der Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, wann der Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft zu berücksichtigen ist, wenn der Veräußerungspreis über mehrere Jahre in Raten bezahlt wird. Danach fällt der Veräußerungsverlust anteilig nach dem Verhältnis der Teilzahlungsbeträge zum Gesamtveräußerungserlös in den jeweiligen Jahren der Zahlungszuflüsse an.

Beispiel: Der Steuerpflichtige veräußert ein Grundstück für 200.000 EUR und erzielt damit einen Veräußerungsverlust von 40.000 EUR. Der Erwerber bezahlt im Jahr 2014 120.000 EUR (60 % des Kaufpreises), 2015 60.000 EUR (30 %) und 2016 20.000 EUR (10 %). Entsprechend hat der Steuerpflichtige seinen Veräußerungsverlust von 40.000 EUR auf die Veranlagungszeiträume zu verteilen (24.000 EUR im Jahr 2014, 12.000 EUR im Jahr 2015 und 4.000 EUR im Jahr 2016).