Kindergeldanspruch eines Gewerbetreibenden bei fiktiver unbeschränkter Steuerpflicht

Wer im Inland keinen Wohnsitz und auch nicht seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann – soweit er bestimmte inländische Einkünfte hat – beantragen, als unbeschränkt steuerpflichtig behandelt zu werden (fiktive unbeschränkte Steuerpflicht). Einen Anspruch auf Kindergeld haben gewerblich Tätige in diesem Fall nur für die Monate, in denen sie ihre inländische Tätigkeit ausgeübt haben.

Bei einer gewerblichen Tätigkeit spielen weder der Zeitpunkt des Zuflusses, noch die Art der Gewinnermittlung eine Rolle. Vielmehr ist für die monatsbezogene Betrachtungsweise bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb auf die Tätigkeitsmonate abzustellen.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)